Entscheidungshilfe

Sie wollen überwiegend auf der Erde beobachten

Die Montierung muss nur waagrecht und senkrecht verstellbar sein (wie z.B. beim Fotostativ)

Das Bild muss aufrecht und seitenrichtig sein. Astronomische Teleskope benötigen dazu ein Amiciprisma oder eine Umkehrlinse, da das Bild sonst verkehrt erscheint.

Als Vergrößerungen sind ca. 8x bis 100x sinnvoll.

ETX SpottingScope mit 45° Schrägeinblick

ETX 90 EC

Sie wollen überwiegend astronomische Objekte beobachten

Bei hohen Vergrößerungen bewegen sich alle Objekte am Himmel relativ schnell diagonal durch das Blickfeld. Die Montierung sollte die Erddrehung kompensieren, da das  Teleskop sonst ständig senkrecht und waagrecht nachführt werden muss.

Astronomische Montierungen lassen sich entweder parallel zur Erdachse schwenken (Schrägstellung auf ca. 48°), dann muss eine Achse langsam gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Oder senkrechte und waagrechte Achse werden durch zwei Motoren gleichzeitig bewegt.

Astronomische Teleskope haben ursprünglich ein kopfstehendes und seitenverkehrtes Bild, da beide Bilddrehungen Lichtverlust bedeuten. Zur bequemeren Himmelsbeobachtung wird meist durch einen Zenitspiegel der Einblick nach oben umgelenkt, wodurch ein aufrechtes seitenvertauschtes Bild entsteht.

Als Vergrößerungen sind ca. 40x bis 400x üblich.

Sie wollen astronomische Objekte fotografieren

Bei der Astrofotografie werden sehr lange Belichtungszeiten benötigt. Die stabile, motorisch präzis nachführende Montierung ist unverzichtbar und oft teurer als die Optik. Ideal sind lichtstarke Schmidt-Cassegrain-Optiken. Sie verfügen über Anschlussmöglichkeiten für Zubehör wie Off-Axis-Guider oder Radial-Guider, wodurch Langzeitaufnahmen mit der Teleskopoptik mühelos gelingen.

Alle kleineren Geräte können zur Fotografie von hellen Objekten (Mond, Objekte auf der Erde) eingesetzt werden. Für Langzeitfotografie im Minutenbereich ist ein zusätzliches Leitfernrohr mit Fadenkreuzokular nötig.

Sie wollen ein Gerät, das die Objekte selbstständig aufsucht 

Viele neue Geräte haben die Möglichkeit eine Computersteuerung anzuschließen. Nach Eingabe der Uhrzeit und Auswahl des Beobachtungsortes im Display berechnet die Computersteuerung selbstständig die Stellung der Planeten und tausender Objekte. Die Motore richten das Gerät anschließend auf das Wunschobjekt. Die Computersteuerung ist für Einsteiger ebenso geeignet, wie für Fortgeschrittene. In kurzer Zeit können dadurch wesentlich mehr Objekte aufgesucht werden.

zur ÜbersichtVergleich der Strahlengänge Strahlengänge