Maksutov-Cassegrain-Teleskop
nach D.D. Maksutov (1896-1964), Moskau

M. Cassegrain erfand 1672 den durchbohrten Hauptspiegel

Beim Maksutov-Cassegrain-Teleskop fällt das Licht zunächst durch eine stark gewölbte sphärische Minuslinse. Diese weitet den Lichtstrahl auf und korrigiert perfekt die meisten Abbildungsfehler. Der asphärisch geschliffene Hauptspiegel wird durch die Aufweitung großflächig genutzt. Die Rückseite der Minuslinse ist im Zentrum verspiegelt. Durch ihre konvexe Wölbung wird die Baulänge des Teleskops zusätzlich verkürzt. Zur Scharfstellung wird der Hauptspiegel bewegt. Das Okular kann hinten am Teleskop angesetzt werden. Bei den Meade ETX-Geräten wird der Strahlengang wahlweise durch einen Klappspiegel nach oben aus dem Gerät geführt.

Vorteil: Die Maksutov-Cassegrain-Teleskope zählen zu den schärfster Optiken, Abbildungsfehler wie Astigmatismus und Koma sind völlig korrigiert. Die dauerhafte Justierung und der staubgeschützte Spiegel garantieren Langlebigkeit. Durch die sehr kurze Baulänge sind die Geräte äußerst handlich. So hat z.B. das Meade ETX-90 bei einer Brennweite von 1,25m eine Länge von nur 38cm!

Nachteil: Die große Minuslinse und der stark asphärische Hauptspiegel sind in der  Herstellung sehr aufwändig. Öffnungen über 7" (178mm) werden nicht angeboten, da bei Öffnungen ab etwa 8"  Bildfeldwölbung (Abbildungsfehler) auftritt. 

Copyright: Manfred Müller, Manching

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