Newton Teleskop (verkürzte Bauweise)


I. Newton (1643-1727) erfand das Spiegelteleskop

 

 

Beim Newton-Teleskop fällt das Licht direkt auf den Hauptspiegel. Der ebene Fangspiegel ist an einer Halterung aus drei oder vier Stäben im Strahlengang angebracht. Zur Scharfstellung wird der Okularauszug bewegt. Im Okularauszug befindet sich ein achromatisches Linsensystem, das die Baulänge verkürzt. Dadurch kann z.B. beim Meade DS-2114 eine Brennweite von 1000mm in einem Tubus von 46cm untergebracht werden.

Vorteil: Die kurzen Newton-Teleskope haben eine gute Abbildungsqualität. Der Spiegel ist meist sphärisch geschliffen. Durch die lange Brennweite macht sich die sphärische Aberration (Abbildungsfehler) trotzdem nicht so stark bemerkbar.

Nachteil: Das Linsensystem im Strahlengang reduziert die Bildhelligkeit. Der Einblick ist seitlich zur Beobachtungsrichtung. Der Fangspiegelhalter im Strahlengang kann den Kontrast etwas mindern. Der Spiegel hat keinen Staubschutz. Bei normalem Gebrauch sollte der Spiegel nach 10 bis 15 Jahren gereinigt werden. Die Beschichtung ist heute meist unempfindlich und hält bei sachgerechtem Umgang Jahrzehnte.

Copyright: Manfred Müller, Manching

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