Sternfeldfotografie Orionnebel mit 300mm Teleobjektiv Bl. 5,6   5 Min belichtet, 400 ASA Farbfilm, Ausschnitt

Fotografie mit dem Kamerahalter und einem Fadenkreuzokular

Sie können hervorragende Langzeitbelichtungen anfertigen, wenn Sie eine Kamera parallel zum Teleskoptubus montieren und das Teleskop zum Nachführen der Kamera benutzen.

Es kann jede Kamera verwendet werden, die Belichtungszeiten von mehreren Minuten erlaubt, z.B. mit der Verschlusseinstellung B oder T. Eine Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv ist hervorragend geeignet, aber nicht Bedingung.

Die Methode, bei der die Kamera huckepack (pick-a-back) auf dem Teleskop montiert wird, finden Sie in der Fachliteratur auch als Piggy-Back-Methode beschrieben.

Der Kamerahalter wird bei GSO-Teleskopen mit der Verschlussschraube an der Rohrschelle befestigt. Bei Vixen-Teleskopen kann der Halter meist mit einer Schraube an der Rohrschelle befestigt werden. Für die Schmidt-Cassegrain-Teleskope von Celestron und Meade ist ein spezieller Halter lieferbar.

In das Teleskop wird ein Fadenkreuzokular eingesetzt und ein heller Leitstern im Zentrum eingestellt. Das Teleskop vergrößert wesentlich stärker als das Kameraobjektiv, deshalb können auch Belichtungszeiten von mehreren Minuten manuell nachgeführt werden. Ein Motorantrieb erleichtert jedoch die Nachführung. Bei jedem Teleskop sind während der Belichtungszeit leichte Korrekturen notwendig, da die Schneckengetriebe und die Montierung nie völlig frei von Spiel und Fertigungstoleranzen sind.
Doppelfadenkreuzokular
Sicht durch das beleuchtete Doppelfadenkreuz-Okular

Bei der Belichtungszeit gilt - je länger desto besser. Das Beobachten und Nachführen eines Sterns im Fadenkreuzokular erfordert hohe Konzentration und ist nicht stundenlang möglich. Belichtungszeiten zwischen 2 und 15 Minuten sind üblich.

Probieren Sie es: Sternbild Orion einfach 5 Minuten im Fadenkreuz nachgeführt. Mit einem leichten Teleobjektiv und offener Blende werden Sie den Orionnebel auf Farbfilm schöner erkennen als bei visueller Beobachtung.

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