Planeten sind die idealen Objekte für Okularprojektion Fotografie im Sekundärfokus
 

Fotografie mit Okularprojektion (=Sekundärfokus )

GSO-Kameraadapter (Primäranschluss + Projektionshülse) + Okular

Planeten und die meisten anderen Himmelsobjekte erfordern eine noch höhere Vergrößerung bzw. Brennweite. Diese wird durch die Verwendung der Projektionshülse erreicht, in die ein Okular eingesetzt wird. Diese Technik nennt sich auch Okularprojektion. Die effektiv erreichte Brennweite ist abhängig vom Okular und vom Abstand des Okulars zur Filmebene. Die effektive Brennweite wird errechnet, indem man den Abstand mit der beim Beobachten erreichten Vergrößerung multipliziert.

e = a * V

e = effektive Brennweite a = Abstand Okular-Filmebene (55mm) V = visuelle Vergrößerung

Die visuelle Vergrößerung ist die Vergrößerung beim normalen Beobachten, also Teleskopbrennweite geteilt durch Okularbrennweite.

Beispiel: Teleskop mit 114mm Öffnung und 900mm Brennweite, Okular 15mm.

V = 900/15 = 60 fach

e = 55mm * 60 = 3300mm = 3,3 Meter

Da die Öffnung des Gerätes mit 114mm unverändert bleibt, ergibt sich bei 3300mm Brennweite eine Blende von 3300/114 = 28,9 und eine entsprechend längere Belichtungszeit. Okulare mit noch kürzeren Brennweiten erzeugen bei der Okularprojektion sehr lange effektive Brennweiten. Statt eines Okulares mit kurzer Brennweite kann auch eine zweite Projektionshülse an den Kamera-Adapter geschraubt werden. Der Abstand a verlängert sich dadurch von 55mm auf 117mm. Bei unserem Beispiel wäre also die effektive Brennweite ca. 7 Meter. Eine zweite Projektionshülse bringt oft eine bessere Bildqualität als ein aufwendig konstruiertes Okular kurzer Brennweite.

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